Rudolf Becker

Anfang der fünfziger Jahre waren die ersten Schwierigkeiten des Wiederaufbaues nach dem Kriege überwunden, überwiegend war auch die Eingliederung der Kriegsheimkehrer in das Erwerbsleben erfolgt. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung verbunden war auch der Wunsch nach Geselligkeit und Entspannung in Gemeinsamkeit. Dazu sollte ein Verein mit dem Ziel geschaffen werden, in der Freizeit eine sinnvolle Beschäftigung in Verbindung mit Spiel und Sport zu finden. Als eines der Ziele kam die Pflege von Brauchtum und Sitte in Frage. Diese Anregung fand im Dorf Unterstützung. Eine kleine Gruppe begeisterter junger Männer schloß sich dann zusammen. Mit vorerst acht bis zehn treuen Mitgliedern entstand im September 1955 in einer Versammlung die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Wallenborn, mit dem Wahlspruch: "Für Glaube Sitte und Heimat." Mit dem Beitritt in den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, war die Vereinstätigkeit aufgenommen worden. Folgend mußte ein Betätigungsfeld geschaffen werden. Dazu brauchte man einen Schießstand. Hierfür stellte die Gemeinde ein geeignetes Grundstück zur Verfügung. So bald wie möglich wurde mit dem Bau begonnen.
Unter großer Anstrengung der wenigen Mitglieder, wurden die Ausschachtungsarbeiten mit Hacke und Schaufel ausgeführt. Hierfür standen oft nur wenige Stunden der freien Zeit zur Verfügung. Im Frühjahr 1956 war nun eine vorerst gebrauchsfähige Schießanlage vorhanden. Das dazu gehörende erste Schützenfest wurde mit Spannung erwartet und im Sommer 1956 gefeiert.
Im Laufe der Zeit erfolgte bis 1976 ein Umbau des Schießstandes. Ein Schützenheim wurde erstellt und eine Jungschützenabteilung eingegliedert. Regelmäßiges Training mit Wettkämpfen im Schießsport konnte durchgeführt werden.
Die Schützenbruderschaft erfreut sich eines großen Erfolges im Miteinander der Dorfgemeinschaft. Das jährliche Schützenfest ist zu einem wirklichen Volksfest geworden.